3 Tipps fΓΌr das perfekte getting ready

Hallo ihr Lieben,
ob eure Getting-Ready-Fotos schân werden, entscheidet sich zu einem großen Teil, bevor ich überhaupt bei euch klingle. NÀmlich bei der Frage, in welchem Zimmer ihr euch am Hochzeitstag fertig macht.
Ich bin Salva und fotografiere seit 12 Jahren Hochzeiten, ΓΌber 100 waren es bisher. Vor gut zwei Jahren habe ich unter ein Foto geschrieben: β€žDas Getting Ready… immer wieder ein Highlight!β€œ Mehr stand da nicht… Heute bekommt ihr die ausfΓΌhrliche Fassung: meine Tipps fΓΌrs Getting Ready bei eurer Hochzeit, also fΓΌr die Zeit, in der ihr euch fertig macht. Damit der Morgen entspannt bleibt und die Bilder schΓΆn werden.

Tipp 1: Sucht euch den hellsten Raum aus

Sucht euch in eurem Haus den schΓΆnsten und hellsten Raum aus. Je mehr Licht ihr zur VerfΓΌgung habt, desto schΓΆnere Fotos kΓΆnnen wir machen.
Das muss nicht das grâßte Zimmer sein. Ein Fenster, durch das richtig Tageslicht reinkommt, ist mir lieber als jede Deckenlampe.
Mein Tipp dazu: Geht ein paar Tage vorher zur selben Uhrzeit durchs Haus wie am Hochzeitsmorgen. Dann seht ihr, in welchem Zimmer um diese Zeit das Licht ist.
Braut steckt sich beim Getting Ready die Ohrringe an, weiches Fensterlicht von der Seite
Brautjungfern in SalbeigrΓΌn lachen vor einer Fensterfront beim Anblick der Braut

Tipp 2: Macht den Raum β€žcleanβ€œ (und nein, ihr mΓΌsst nicht durchsaugen)

Ich bin jetzt nicht der Typ, der anderen Leuten erklΓ€rt, wie es bei ihnen zu Hause auszusehen hat. Bei diesem Punkt werde ich aber ein bisschen streng.
Achtet darauf, dass der Raum clean ist. Und damit meine ich nicht, dass ihr vorher durchsaugen sollt. Das kΓΆnnt ihr natΓΌrlich auch machen. Aber vielmehr ist damit gemeint: Jacken weg, Schuhe weg, HandtΓΌcher weg, Handys weg. All diese Dinge, die spΓ€ter im Hintergrund des Bildes stΓΆren kΓΆnnten, mΓΌssen weg.
Schuhe weg heißt übrigens nicht: eure Brautschuhe weg. Die dürfen bleiben, die spielen eine Hauptrolle.
Ein WΓ€schestΓ€nder ist jetzt nicht unbedingt das, wovon eine Braut trΓ€umt, wenn sie an ihre Getting-Ready-Fotos denkt. Am Morgen ΓΌbersieht man so etwas leicht. Auf dem Foto seht ihr ihn die nΓ€chsten 30 Jahre.
Wenn der Hintergrund ruhig ist, sieht man das, was ihr euch vielleicht monatelang ausgesucht habt: Kleid, Schuhe, Ringe, euer Parfum. Und ganz ehrlich, in einem aufgerΓ€umten Zimmer atmet es sich auch entspannter.
Braut im rΓΌckenfreien Brautkleid richtet sich die Haare in einem hellen, aufgerΓ€umten Zimmer
Brautstrauß, Brautschuhe, BÀnder und Parfum liegen auf einem Holzboden
Ringe, Ringschatulle, Parfum und Rosen auf Holz beim Getting Ready

Tipp 3: Fragt eure Location nach einem Zimmer

Überlegt, ob ihr in der Location, in der ihr spÀter feiert, ein Zimmer buchen kânnt. Oft bieten Locations wunderschâne Zimmer oder sogar Apartments an, die sich perfekt für ein Get Ready eignen.
Mein Special-Tipp: Wenn ihr ein solches Zimmer bucht, dann fragt nach einem hellen Zimmer, wo viel Licht reinfΓ€llt.
Dieses Foto ist im Schlossberghotel in Homburg entstanden, dort hat sich die Braut fertig gemacht. Ein hohes Fenster, das Kleid davor… so ein Zimmer wΓΌnsche ich jeder Braut. Und noch ein Vorteil: Ihr seid schon da, wo ihr spΓ€ter feiert.
Manche HÀuser haben sogar ein eigenes Brautzimmer, die Festhalle Flonheim zum Beispiel, laut ihrer eigenen Webseite. Über die Festhalle habe ich hier geschrieben: Hochzeit in der Festhalle Flonheim
Brautkleid hΓ€ngt am hohen Fenster eines hellen Zimmers im Schlossberghotel Homburg

Und dann ist da noch die Uhr

Einmal hat mich eine Braut um 13:15 Uhr zum Getting Ready bestellt. Die Trauung war um 14 Uhr. Ja, genau… so hab ich auch geschaut. Mein Rat daraus: Plant das Getting Ready nicht auf Kante. Lieber zu viel Luft als zu wenig, dann bleibt der Morgen entspannt.
Wie viel Zeit ihr wirklich braucht, hÀngt an eurem Tag. Eine Zahl, die für alle passt, gibt es dafür nicht. Deshalb gehen wir in unserem VorgesprÀch euren Zeitplan Schritt für Schritt durch, von dem Moment, in dem ich ankomme, bis ich gehe. Bei jeder Hochzeit, ohne Ausnahme. Ich bin zwar kein Hochzeitsplaner, aber nach über 100 Hochzeiten weiß ich ziemlich genau, welche Zeitfenster funktionieren und was auf keinen Fall klappt.
Wenn ihr frei heiratet, habt ihr die Uhrzeit der Trauung oft selbst in der Hand. Da lohnt sich das Rechnen doppelt. Wie so eine freie Trauung aussieht, lest ihr hier: Was ist eine freie Trauung?
Braut mit Schleier und Brautkleid steht im Fensterlicht vor einem Spiegel

Und der BrΓ€utigam?

Getting Ready ist nicht nur Sache der Braut. Und ihr mΓΌsst euch auch nicht am selben Ort fertig machen. Das erlebe ich sogar ganz oft: Die Braut macht sich bei ihren Eltern fertig, und der BrΓ€utigam bleibt ganz entspannt zu Hause. Manchmal ist es auch genau umgekehrt. Beides funktioniert wunderbar. Wenn ihr an zwei Orten seid, gehΓΆrt die Fahrt dazwischen mit in den Zeitplan.
Und manchmal entscheidet sich beim Getting Ready viel mehr als die Frisur. Bei einem BrΓ€utigam hat die Chemie nach 30 Sekunden gepasst, wie die Faust aufs Auge. Nach fΓΌnf Minuten hatten wir das GefΓΌhl, wir wΓ€ren seit 20 Jahren befreundet. Ab da wusste ich: Der ganze Tag wird perfekt, auch fototechnisch.
Braut im weißen Morgenmantel liest auf einer Gartenbank eine Karte
Schwarzweißbild: BrÀutigam im Jackett schaut konzentriert nach unten
Schwarzweißbild: BrÀutigam lacht, wÀhrend ihm ein Freund die Fliege richtet

Eine Idee, wenn ihr mΓΆgt: Schreibt euch einen Brief

Jeder für sich, und gelesen wird am Morgen, bevor ihr euch seht. Dafür müsst ihr nicht 12 Semester Germanistik studiert haben. Ein paar ehrliche SÀtze reichen vâllig. Und legt Taschentücher dazu. Nur so ein Gefühl. 😊
Schwarzweißbild: BrÀutigam stâßt beim Getting Ready mit seinen Begleitern an
Braut im Brautkleid sitzt auf dem Bett und liest einen Brief
BrΓ€utigam sitzt beim Getting Ready und liest einen Brief
Braut sitzt im Brautkleid auf dem Bett und hΓ€lt sich gerΓΌhrt die Hand vors Gesicht

Ein Moment, den ihr ruhig planen dΓΌrft

Viele BrΓ€ute sagen mir schon im VorgesprΓ€ch: Wenn ich fertig bin, soll mein Papa kommen und mich zum ersten Mal im Kleid sehen. Genau so planen wir das dann auch ein, mit ein bisschen Luft im Zeitplan, damit dieser Moment nicht zwischen TΓΌr und Angel passiert. Und das geht natΓΌrlich genauso mit Mama, mit der Oma oder mit der besten Freundin.
Braut steckt ihrem lachenden Vater draußen einen Anstecker ans Jackett
Schwarzweißbild: Braut mit Schleier im Gegenlicht am Fenster, ein stiller Moment
Schwarzweißbild: Braut lacht im Brautkleid in einem hellen Zimmer

Wo macht ihr euch fertig?

Ihr plant gerade und habt vielleicht schon ein Zimmer im Kopf? Oder ihr wisst es noch gar nicht… auch gut. Schreibt mir euer Datum und euren Ort ΓΌber das Kontaktformular, dann schauen wir zusammen auf euren Morgen.
Ganze Hochzeiten mit Getting Ready kΓΆnnt ihr euch hier anschauen:
Julia & Dominic
Selina & Marcel
Jenny & AndrΓ©
Madeleine & Matthias
Lena & Maurizio
Kerstin & Andy
Salva
P.S. Eure Handys dürfen anbleiben. Sie sollen nur nicht auf dem Nachttisch mit ins Bild. 😊

Ich freue mich von Euch zu hΓΆren…

ZurΓΌck
ZurΓΌck

Hochzeit in der Festhalle Flonheim: Spiegelwand, Trauerweide und Weinberge im Herbst

Weiter
Weiter

Was ist eine freie Trauung?